Anlässlich des Neujahrsempfanges des Bürgermeisters wurden zwei langjährige und besonders verdiente Ratsmitglieder zu Ehrenstadtverordneten ernannt, Josef Schleser (SPD) und Manfred van Bahlen (FDP). Damit wurde Manfred van Bahlen für insgesamt 36 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit (26 Jahre Ratsmitglied und 10 Jahre Sachkundiger Bürger) geehrt. Davon amtierte er 20 Jahre lang als Fraktionsvorsitzender der FDP-Ratsfraktion.
Bürgermeister Sacha Reichelt würdigte in seiner Rede das Engagement von Manfred van Bahlen vor allem in den Bereichen der Integration, des Breitensports, Tourismus sowie der Haushaltspolitik. Auch trat er für mehr Waldflächen im Stadtgebiet sowie für einen Wohnmobilstellplatz ein. Eine Art von Markenzeichen seien auch die jährlichen Reden anlässlich der Vorstellung der designierten Tollitäten vor dem Rat der Stadt gewesen. Mit rheinischem Humor versetzt und in Reimform vorgetragen bleiben seine Beiträge nicht nur den Karnevalisten in guter Erinnerung. Mit Manfred van Bahlen verlasse ein Gentleman alter Schule den Rat, der über große politische Erfahrung, einen sicheren Kompass und eine faire Diskussionskultur verfüge.
In seiner Dankesrede führte Manfred van Bahlen aus, dass es für ihn eine interessante und wertvolle Zeit war. Er bedankte sich bei allen aus Politik und Verwaltung, die konstruktiv daran mitgewirkt haben, Euskirchen voran zu bringen und zu gestalten. Er könne nur alle ermutigen, die sich für Gemeinwesen und Gemeinwohl einsetzen, in der Kommunalpolitik mitzuwirken. Er verschwieg auch nicht, was ihn zunehmend genervt habe, nämlich die „überbordende Bürokratie. Sie hemmt nicht nur, sondern schadet vielschichtig und wirft uns bzw. ganz Deutschland zurück. Er werde so, wie er kein bequemer Stadtverordneter gewesen sei, entsprechend seinem Naturell auch kein bequemer Ehrenstadtverordneter sein. Z.B. gebe es bei der Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt nur einen weniger großen Toleranzspielraum.“

