Verwaltung weiterhin im Schlummer-Modus
Die Verkehrssituation von problematischen Ortsdurchfahrten steht schon lange auf der Agenda des städt. Ausschusses für Tiefbau und Verkehr. Was für den Ortsteil Billig gelungen ist, sollte auch mit geeigneten Maßnahmen für andere Ortsteile gelten und gelingen. So hat der Ausschuss für die Ortsteile Frauenberg, Oberwichterich und Großbüllesheim im September 2023 beschlossen, Maßnahmen zu ergreifen, diese Ortsdurchfahrten verkehrssicher zu gestalten. Es sollte ggf. ein Ideenwettbewerb durchgeführt und unter Beteiligung der Baulastträger und der Anwohnerschaft Lösungsvorschläge erarbeitet werden.
Solche Projekte sind zweifelsohne mit komplexen, herausfordernden Problemen behaftet. Zumindest ist die Situation auf der Hauptdurchfahrtsstraße in Frauenberg, Nideggener-Straße, ist überaus problematisch und dringendst zu entschärfen. Wenn die Anwohner die Haustüre verlassen, stehen sie im Straßenraum, konkret in der Gosse und müsse diese als Gehweg benutzen soweit nicht auch die Gosse durch parkende Fahrzeuge versperrt wird. Folglich hier Kapitel wie sichere Schulwege, Benutzung mit Kinderwagen oder Rollator etc. anzuschlagen, ist müßig.
Seit 2025 liegt die Bachelorarbeit „Konzepte zur Verkehrsberuhigung und Steigerung der Aufenthaltsqualität für die Ortsdurchfahrten Frauenberg, Oberwichterich und Großbüllesheim in Euskirchen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit“ vor.
Getan hat sich danach aber nichts von Bedeutung, außer die gelegentliche Aufstellung von Verkehrs-Smileys oder Blitzer. Solch wichtige Projekte dürfen keineswegs auf die lange Bank geschoben wird. Diesen Eindruck verstärkt sich allerdings immer mehr. Jedenfalls mussten unsere Vertreter in dem Ausschuss, Hans-Joachim Schaefer und Johannes Winckler, auf Nachfrage zur Kenntnis nehmen, dass nun noch eine andere Bachelorarbeit, allerdings nur zum Teilbereich des Knotenpunktes Oberwichtericher-Str./L61 abgewartet werden soll.
Die FDP sieht die Entwicklung mit großem Unbehagen; von Anfang an ist bei diesen Projekten eine reservierte Haltung der Verwaltung zu registrieren.
Die FDP-Fraktion wird weiterhin auf die Erarbeitung eines Konzeptes zur Verbesserung hinwirken. Den Parkraum zu ordnen und durch Markierungen zumindest versuchsweise Verbesserungen herbeizuführen sollten unverzüglich angegangen werden. Wenn dazu weitere Fachkompetenz notwendig sein sollte, so dürfen dazu die Mittel nicht gespart werden. Schließlich handelt es sich nicht um Maßnahmen, die Lebensqualität zu verbessern, sondern es gilt, unzumutbare Situationen zu entschärfen.

